weiter in den grossen Belt

Von Kerteminde über Marstal nach Ærøskøbing

Weiter ging es in Richtung Kerteminde. Dort konnte ich mich gleich am Eingang des Hafens hinlegen. Nach dem Einkaufen saß ich an Bord und konnte in aller Ruhe die ein- und auslaufenden Boote beobachten. Wirklich ein sehr schöner Moment.

Am nächsten Morgen ging es gleich weiter nach Lundeborg. Auch dort hatte ich einen sehr schönen Anleger.

Für den nächsten Tag war ich dann in Marstal mit Britta und Michi verabredet. Die beiden kamen mit Auto und Fähre, und erfreulicherweise fand ich einen Liegeplatz, an dem sie auch mit dem Auto sehr gut parken konnten.

Wir haben zusammen sehr gut gegessen und uns anschließend gerade gemütlich an Bord eingerichtet, als ein Anruf von Matthias und Juliane kam. Sie hatten auf dem AIS gesehen, wo wir lagen, und machten uns darauf aufmerksam, dass drei Boote vor uns ein Boot lag, dessen Skipper sie schon lange kannten. Wir sollten doch einmal nachschauen, ob das Boot noch immer demselben Skipper gehörte.

Während ich die Gipsy fertig machte, liefen Britta und Michi schon einmal vor.

Und kamen nicht wieder.

Irgendwann klingelte mein Telefon.

„Du, die sind ganz nett. Komm doch mal vorbei.“

Das ließ ich mir natürlich nicht zweimal sagen. Also ging ich ebenfalls hinüber. Aus dem kurzen Vorbeischauen wurde ein ziemlich langer und sehr schöner Abend. Trotz Sonnwende kamen wir erst wieder auf die Gipsy zurück, als es dunkel geworden war.

Mit Matthias und Juliane hatten wir natürlich vereinbart, davon nichts zu erzählen.

Am nächsten Morgen segelten wir drei Stunden durch die Bergholmrinne nach Ærøskøbing, wo wir uns im alten Hafen wiedertrafen. In den nächsten beiden Tagen durfte selbstverständlich auch ein Besuch im Biergarten nicht fehlen. Genauso wenig wie unser Lieblingseinkaufsgeschäft mit all den Souvenirs und Geschenken, die kein Mensch wirklich braucht und die man sich trotzdem immer wieder gerne anschaut.

Und wenn man schon so nah an Avernakø ist, dann muss man natürlich auch hinfahren.

Kaum waren wir dort angekommen, trafen auch Matthias und Juliane ein. Und wie eigentlich immer blieben wir länger als ursprünglich gedacht.

Wir besuchten Freunde, die erfreulicherweise auch noch die Räucherei haben. Bei der Hitze ließ es sich dort jedenfalls bestens aushalten und die Zeit verging wieder einmal viel schneller, als geplant.

Manche Törns leben eben nicht von den Seemeilen, sondern von den Menschen, die man unterwegs trifft.

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